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KURS Zukunft – ver.di fordert Tarifvertrag

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KURS Zukunft – ver.di fordert Tarifvertrag

Positiv in diesem Prozess ist der Beschluss des Vorstandes der DRV KBS, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen/Änderungskündigungen geben soll.

Der Vertrieb wird anders aufgestellt und als motivierendes Mittel soll es einen Tarifvertrag über eine erfolgsorientierte, variable Vergütung für Beschäftigte im Außendienst geben.

Der Ansatz der KBS ist nachvollziehbar, denn auch bei anderen Krankenkassen gibt es dazu unterschiedliche Tarifverträge. Zwischen ver.di und der DRV KBS gab es Gespräche zu einem Tarifvertrag „Zusätzliche erfolgsorientierte, variable Vergütung“ und ein einigungsfähiges Ergebnis wurde erzielt. Das allein ist aber aus Sicht von ver.di nicht ausreichend.

Neuaufstellung bedeutet auch Veränderung für die Beschäftigten der KNAPPSCHAFT. Das Direktorium spricht im Newsletter KURS Zukunft Nr. 4 davon, dass einigen Kolleginnen und Kollegen durch Übertragung anderer Aufgaben bzw. dem Wechsel in andere Standorte viel abverlangt wird.

ver.di ist der Meinung, dass es neben einem Tarifvertrag zu einer neuen zusätzlichen erfolgsorientierten Vergütung auch und gerade einen Tarifvertrag geben muss, der mit konkreten Maßnahmen diesen Veränderungsprozess im Interesse der betroffenen Beschäftigten begleitet.

Deshalb hat ver.di die DRV KBS zu Verhandlungen zu einem Tarifvertrag zur Begleitung des Restrukturierungsprozesses „KURS Zukunft“ aufgefordert. Denn klar ist, dass es nicht nur eine Motivation für die Beschäftigten im zukünftigen Vertrieb geben soll, sondern auch Unterstützung für die Beschäftigten, die von Veränderungen betroffen sind. Bisher gab es von der DRV KBS keine Antwort auf unsere Forderungen.

Stattdessen hat ver.di von der DRV KBS nur eine Absichtserklärung (in Form einer Prozessvereinbarung) erhalten, weil die DRV KBS keinen Präzedenzfall innerhalb der Deutschen Rentenversicherung schaffen will. Diese Prozessvereinbarung geht aus Sicht von ver.di an dem erforderlichen Regelungsbedarf vorbei.

Für ver.di ist die Haltung der DRV KBS in dieser Sache nicht akzeptabel und nachvollziehbar, denn auch einen Tarifvertrag zur erfolgsorientierten Vergütung im Vertrieb gibt es bisher innerhalb der DRV nicht. Hier wurde seitens der DRV KBS klar auf den Geltungsbereich der KNAPPSCHAFT abgestellt und der Tatsache, dass es bei anderen Krankenkassen diese Tarifverträge gibt und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.

Fakt ist, auch andere Krankenkassen haben im Zusammenhang von Neustrukturierungsprozessen mit ver.di Tarifverträge über begleitende Maßnahmen abgeschlossen. Wenn die KNAPPSCHAFT sich am Markt orientieren will, dann bitte vollständig.

Die KNAPPSCHAFT verfügt über gut ausgebildetes, motiviertes Personal. Darauf baut die DRV KBS bei der notwendigen Neuaufstellung. In Anerkennung dieser Tatsache erwartet ver.di, dass die DRV KBS der Aufforderung zu Verhandlungen nachkommt und tarifvertragliche Regelungen zur Begleitung der Neustrukturierung vereinbart.

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